Den Garten klimabewusst gestalten
Um den Garten an den Klimawandel anzupassen, ist eine Kombination aus Wassermanagement, Bodenschutz und der Auswahl hitze- und trockenheitsresistenter Pflanzen entscheidend. Es ist wichtig, den Boden feucht zu halten, Regenwasser zu speichern und Pflanzen zu wählen, die mit den veränderten Bedingungen zurechtkommen.
Wassermanagement:
Flussmarschgebiete sind geprägt von wechselnden Wasserständen: Perioden der Trockenheit wechseln sich mit Starkregen und Überschwemmungen ab. Ein durchdachtes Wassermanagement ist daher zentral.
Bewässerung mit Regentonnen, Zisternen o.ä.: Regenwasser ist wertvoll, kostenlos und ideales Gießwasser - und es schont unser Trinkwasser!
Gießen abends oder früh morgens, um Verdunstung zu minimieren. Sprenger und Regner verbrauchen enorm viel Wasser und zerstäuben es zudem. Effektiver ist Tropfbewässerung des Bodens durch Schläuche. Über die Häufigkeit der Bewässerung regulierung der Durchwurzelung: Selteneres und längeres Bewässern führt zu tiefgründigerer Wurzelbildung und macht die Pflanzen so trockenheitsresistent.
Bodenabdeckung: Bodendeckende Pflanzen und Gründüngung schützen vor Austrocknung durch Wind und Sonne, Mulchen mit Rasenschnitt, Rindenmulch hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und vor Austrocknung zu schützen und schützen vor Erosion. Torffreie Humuserde oder Kompost verwenden, um die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens zu erhöhen
Versickerung fördern: Unversiegelte Flächen und Gräben helfen, Regenwasser aufzunehmen und zu speichern. Durch versiegelte Flächen kann kein Wasser in den Boden dringen. Ein Kompromiss sind Rasenpflastersteine oder ... Beton
Beschattung: Schutz vor Hitze und Verdunstung
Beschattung ist wichtig, um Verdunstung zu reduzieren und kühle Rückzugsorte zu schaffen.
Auf Vielfalt achten: eine Mischung aus Pflanzen ist widerstandsfähiger gegen Extremwetter und SChädlingen. Verschiedene Blühzeiträume ermöglichen Wildbienen, ganzjährig Nahrung zu finden.
Standortgerechte Pflanzen verwenden: Hitzetolerante Pflanzen wie Fetthenne, Mauerpfeffer etc. sind ideal für sonnige, trockene Standorte; Aber auch trockenresistente Pflanzen wie Lavendel, ... Bienenfreundliche Arten sind zudem eine Bereicherung für die Insektenwelt.
Schattenspendende Bäume und Büsche sorgen für weniger Sonneneinstrahlung und Verdunstung sowie für Kühle
Dach- oder Fassadenbegrünung tragen ebenfalls zur Kühlung durch Schatten bei
Rasen: Brauner Rasen ist nicht kaputt, sondern nur im "Sommerschlaf". Er grünt beim nächsten Regen nach. eine übermäßige Bewässerung des Rasens ist somit nicht nur umweltschädlich, sondern auch unnötig.
Bepflanzung: Robuste Arten für extreme Bedingungen
Die Pflanzenauswahl sollte sowohl trockenheitsresistent als auch wasserverträglich sein.
Stauden & Zierpflanzen
Gräser
Sträucher
Gemüse & Kräuter
Besonders empfehlenswert für den Marschboden:
Einheimische Pflanzenwie Schafgarbe, Fetthenne, Blauschwingel, Sanddorn, Weißdorn und Schlehesind ideal, weil sie: ✔ an die regionalen Böden und das Klima angepasst sind, ✔ weniger Pflege benötigen, ✔ heimischen Insekten und Vögeln Nahrung und Lebensraum bieten.
Standortanalyse & Vorbereitung
2. Pflanzenauswahl & -kombination
Empfohlene Kombination für ein strukturiertes, pflegeleichtes Beet:
Hintergrund (hoch):
Mittlere Ebene:
Vordergrund (niedrig):
Farbliche Akzente:
3. Pflanz- und Pflegetipps
Blüh-Highlights nach Jahreszeiten
Tipp:Kombiniere diese Pflanzen, um ganzjährig Struktur und Farbeim Beet zu haben – selbst im Winter sorgen Blauschwingel und die Rinde des Sanddorns für optische Akzente.