Die Samtgemeinde Elbmarsch (SGE) hat im September 2025 die kommunale Wärmeplanung abgeschlossen
Gefördert wurde die Erstellung des Konzeptes durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (Förderkennzeichen 67K27613).
Unten stehend finden Sie eine Kurzzusammenfassung der Ergebnisse!
Den vollständigen Bericht zur kommunalen Wärmeplanung finden Sie hier.


Abbildung 1: Bestandteile der kommunalen Wärmeplanung
Die Wärmeversorgung macht in der Samtgemeinde Elbmarsch mehr als 60 Prozent des gesamten Endenergieverbrauchs aus und verursacht einen Großteil des CO2-Ausstoßes.
Einen großen Anteil (67 %) macht der Wärmeenergieverbrauch der privaten Haushalte aus, gefolgt vom Sektor Industrie (Abbildung 2).
Mehr als 80 Prozent der Wärmenachfrage wird derzeit durch den Einsatz von fossilen Brennstoffen wie Gas und Öl gedeckt, die aus dem Ausland bezogen werden (Abbildung 3).

Abbildung 2: Wärmeenergieverbrauch der SG Elbmarsch, aufgeschlüsselt nach BISKO Sektoren (GHD = Gewerbe/Handel/Dienstleistungen)

Abbildung 3: Aufteilung des Wärmeverbrauchs in der SGE nach Energieträger
Folgende Potentiale wurden bei der kommunalen Wärmeplanung analysiert:
3.1.1 Nicht oder wahrscheinlich nicht wärmenetzgeeignete Gebiete:
Kriterien:
Ergebnis:
Fazit:
3.1.2 Wahrscheinlich wärmenetzgeeignete Gebiete (Prüfgebiete):
Kriterien:
Ergebnisse (Dargestellt in Abbildung 4/5, violette Bereiche):
3.1.3 Sehr wahrscheinlich wärmenetzgeeignete Gebiete:
Kriterien:
Ergebnis:
3.1 Dezentrale Lösungen

Abbildung 4: Gebietseinteilung der SGE nach voraussichtlicher Wärmeversorgungsart

Abbildung 5: Mögliches Wärmenetz in der Elbuferstraße (Marschacht) rund um das Rathaus
Ein wichtiger Baustein zur Erreichung einer treibhausgasneutralen Wärmeversorgung ist die Senkung des Wärmebedarfs. Dies geschieht vor allem durch die energetische Gebäudesanierung, insbesondere die Kombination von baulichen Sanierungsmaßnahmen mit moderner und intelligenter Versorgungstechnik, Energieberater helfen dabei, die geeigneten und wirtschaftlichen Maßnahmen für die Sanierung der Gebäude zu identifizieren.
Ein weiterer Baustein ist die Umstellung der Wärmeversorgung auf Alternativen zu mit fossilen Brennstoffen betriebenen Heizsystemen.
Während 2025 die Wärmeversorgung der Elbmarsch vor allem noch durch fossile Energieträger (v. a. Erdgas) stattfindet , ist bereits 2030 der zunehmende Einsatz vom Wärmepumpen als wahrscheinlich anzunehmen (Prognose zum Ausbau in Fünfjahresschritten: Abbildung 6 und 7). Dabei ersetzen Wärmepumpen verstärkt mit Erdgas oder Heizöl betriebene Heizungsanlagen, die das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht haben. Die Effizienz der Wärmepumpen kann durch Systeme zur Wärmerückgewinnung noch verstärkt werden.
Das Heizen mit Biomasse ist eine Alternative, wenn der Einbau einer Wärmepumpe nicht uneingeschränkt möglich ist. Im Bereich der Industrie kann der Einsatz von Biomasse und Heizstrom zur Bereitstellung von Prozesswärme und als Ersatz für mit fossilen Brennstoffen betriebene Heizsysteme eingesetzt werden.
Immer teurere fossile Energie und die Notwendigkeit zum Ersatz von alten Heizanlagen beschleunigen den Umstieg auf Wärmepumpen weiter bis 2035.
Sofern die Prognose zutrifft, kann bis 2040 eine THG-Reduktion von 97 % gegenüber dem Jahr 2024 erreicht werden (Abbildung 8). Die verbleibenden THG-Emissionen resultieren aus den Vorketten der einzelnen Energieträger, welche über die Emissionsfaktoren berücksichtigt werden.

Abbildung 6: Prognostizierte Versorgungsart je Baublock im Wärmewendenszenario der SGE in den Zieljahren 2025,2030, 2035 und 2040


Abbildung 7: Anteil versorgter Gebäude nach Heiztechnologie für die SGE im maßgeblichen Szenario für die Zieljahre

Abbildung 8: Treibhausgasemissionen der SGE im maßgeblichen Zielszenario bis 2040
Weitere Informationen des Projektträgers unter www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie
Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
