Der Klimawandel führt in Deutschland immer häufiger zu langen Trockenperioden, die sich bereits jetzt negativ auf Landwirtschaft, Wasserhaushalt und Ökosysteme auswirken. Die Dürre der letzten Jahre hatte auch den Marschbereich Norddeutschlands fest im Griff. Während viele Menschen dieses Wetterphänomen vor allem mit ausgedörrten Feldern und braunen Wiesen verbinden, zeigt sich der Wassermangel auch besonders in den typischen Alltags- und Wirtschaftsbereichen unserer Region. Dürren im Sommer gehen einher mit Hitzestress, insbesondere für vulnerable Bevölkerungsgruppen. Infos hierzu gibt es auf der Seite Hitze.
Trockenheit, ausgelöst durch steigende Temperaturen und veränderte Niederschlagsmuster, ist aber nicht mehr nur ein typisch sommerliches Ereignis, sondern zeigt sich auch verstärkt im Frühjahr. Ein Beispiel dafür ist das Frühjahr 2025. Extreme Trockenheit, die durch einen niederschlagsarmen Winter und ein sonniges Frühjahr mit wenig Regen verursacht wurde, betraf vor allem den Nordosten Deutschlands. Der März war einer der trockensten seit Messbeginn, mit nur 19 Litern pro Quadratmeter im Vergleich zu den Referenzwerten (1991-2020) von 57 l/m2.
In den folgenden Abschnitten erfahren Sie mehr zu den vielfältigen Folgen die Dürren mit sich bringen, und zu Handlungsoptionen, die jeder einzelne hat:
Was tun Sie, um Wasser zu sparen oder sich auf die Dürre vorzubereiten? Teilen Sie gern Ihre Erfahrungen und Ideen mit uns unter klimaschutz@sg-elbmarsch.de!
Sinkende Grundwasserpegel, Veränderung der Wasserverteilung und das Trockenfallen von Flüssen und Seen sind flächendeckend zu beobachten. Die Folgen und Gefahren sind vielfältig für die Natur und den Menschen:
Bäume und Wälder: Auch Bäume leiden unter Dürre – selbst in der feuchten Marsch. Durch den sinkenden Grundwasserspiegel können Wurzeln nicht mehr ausreichend Wasser aufnehmen. Die Folge: Welke, vorzeitiger Blattfall und erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten. Besonders betroffen sind flachwurzelnde Arten wie Birken oder Nadelbäume. Geschwächte Bäume sind zudem ein leichtes Ziel für Schädlinge wie Borkenkäfer, die sich in trockener Rinde massiv vermehren und ganze Bestände gefährden.
Die Dürre verändert so nicht nur das Landschaftsbild, sondern gefährdet auch die biologische Vielfalt der Region.
oder beim Spaziergang nur braune, vertrocknete Wiesen gesehen hat, weiß: Dürre verändert auch die Freizeitgestaltung.
Gebäude: Im Marschland besteht der Boden oft aus Torf und tonhaltigen Schichten. Bei Austrocknung zieht er sich zusammen – ähnlich wie ein Schwamm, aus dem das Wasser gepresst wird. Die Folgen, gerade bei älteren Häusern, können verheerend sein:
Im Haushalt: Trinkwasser wird teurer, die Qualität kann leiden. In manchen Gemeinden gibt es bereits Aufrufe, den Verbrauch zu reduzieren.
Im Garten: Rasenflächen und Zierpflanzen vertrocknen, Gemüsebeete brauchen mehr Pflege. An Gebäuden:Trocknet der torfhaltige Marschboden aus, sackt er ab. Das kann zu Rissen in Fundamenten und Wänden führen – besonders bei älteren Häusern.
Brandgefahr: Durch die Dürre steigt auch im Marschland das Risiko von Flächen- und Moorbränden. Trockene Gräser, Schilf und abgestorbene Pflanzenmasse werden leicht entzündbar. Besonders gefährdet sind trockengefallene Moore und Heideflächen, die bei Bränden schwer zu löschen sind und große Mengen CO₂ freisetzen. Auch in Wäldern und Gehölzen kann sich die Brandgefahr erhöhen.
Die Dürre im Marschland betrifft uns alle – ob als Gärtner, Hausbesitzer oder Naturliebhaber. Nicht alle Handlungs-möglichkeiten liegen in der Hand einzelner - doch jeder kann etwas tun, um Wasser zu sparen und sich an die trockeneren Bedingungen anzupassen. Schon kleine Veränderungen im Alltag helfen, die Folgen der Dürre zu mildern und unsere Region lebenswert zu erhalten. Hier finden Sie praktische Tipps, die Sie sofort umsetzen können – für mehr Resilienz und weniger Wasserverbrauch.
Wassersparen im Alltag:
Wassermanagement im Garten
--> weitere Tipps zur Anlage eines klimafolgegerechten Gartens finden Sie hier!